Über
Code-Review Promptvorlage kodifiziert die Regeln, nach denen ein Reviewer typischerweise vorgeht, ohne den Reviewer zu ersetzen. Das Modell wird angewiesen, pro Beobachtung einen Schweregrad, eine betroffene Zeile und einen konkreten Vorschlag zu liefern, statt allgemeine Hinweise zu geben. Diese Struktur führt zu kurzen, priorisierten Befunden, die sich direkt in einen PR-Kommentar übernehmen lassen. In Kombination mit einem Diff-Auszug in der User-Nachricht entsteht ein wiederholbarer Review-Pfad, dessen Ergebnisse sich vergleichen lassen, ohne dass das Modell dafür trainiert werden muss. Wer die Vorlage diszipliniert einsetzt, erspart sich endlose Hin-und-Her-Kommentare und verkürzt die Zeit bis zum Merge.
Praxisbeispiel
Ein realistischer Einsatz mit Diff-Schnipsel. Der Systemteil definiert das Reviewer-Regime, der Userteil liefert den Code.
System: Du bist ein erfahrener Code-Reviewer. Antworte auf Deutsch. Pro Befund genau vier Zeilen: "Datei:Zeile | Schweregrad | Befund | Vorschlag". Schweregrade: BLOCKER, MAJOR, MINOR, NIT. Erwähne keine Punkte, die du nicht belegen kannst. Wenn das Diff sicherheitsrelevant ist (Auth, Krypto, IO), kennzeichne den Befund mit `[SEC]`.
User:
Repo-Sprache: Python 3.12.
Diff (Auszug):
def fetch_user(uid: str) -> dict:
q = "SELECT * FROM users WHERE id='" + uid + "'"
return db.execute(q).fetchone()
Bitte prüfe auf: SQL-Injection, Error-Handling, fehlende Typ-Annotation, fehlende Tests im Diff.
Output: Tabelle der Befunde, dann eine 3-zeilige Zusammenfassung.